Guilin und Yangshuo
19 12 2009Nach unserer Yangtze-River Fahrt fuhren wir nach einer Nacht Aufenthalt in Wuhan – wieder mal mit dem Nachtzug – nach Guilin. Der Zug hatte diesmal nicht mal mehr einen Buchstaben, war aber ueberraschend angenehm, leise und nur halb so schmutzig wie letztes Mal. Guilin ist im Vergleich zu anderen Staedten in China eine relativ kleine Stadt und hat nur 5 Mio. Einwohner :-). Die Stadt ist vorallem fuer seine vielen Karstberge und Berggrotten bekannt und der Li River laeuft dort entlang.. Eine Grotte haben wir natuerlich auch besichtigt- die „Reed Flute Cave“ (seht ihr auf dem Bild oben). Wir hatten eine sehr nette, englisch sprechende Guide-Frau, die uns immer erzaehlte, was jeder Stein darstellte. So sah man also Fantasiefiguren in den Steinen und verschiedene Szenerien – Menschen, Tiere, Waelder und auch eine Skyline von einer beliebigen Groszstadt. Das Wahrzeichen von Guilin ist der „Elephant Hill“ (Elefantenruesselberg), der aehnelt einem Elefanten beim Wasser trinken. An unserem zweiten Tag in Guilin fuhren wir mit einem Bambus-Boot Richtung Yangshuo. Der Li-River ist sehr flach und an einigen Stellen sogar unpassierbar, diese muessen dann mit einem Bus zurueckgelegt werden. Unsere Fahrt auf dem Bambus-Boot dauerte in etwa 2 Stunden und es war sooo schoen! Ringsherum Berge und Felsen, einfach eine wunderschoene Landschaft durch die wir uns mit dem kleinen Boot auf dem Li River schlaengelten. Nach Yangshuo hat es uns fuer eine Nacht verschlagen, weil man von dort aus viele Ausfluege in die Natur machen kann. Und wir wurden nicht enttaeuscht! Wir haben uns am Morgen Mountainbikes geliehen und sind damit ins Hinterland von Yangshuo gefahren. Kurz zusammengefasst: Sonne (20 Grad), Natur, Reisfelder, Stille und kaum eine Menschenseele (und das ist in China nicht so einfach zu finden!). Zwischendurch haben wir Picknick im Gruenen gemacht und den Farmern bei der Arbeit zugesehen.
Dann gings weiter zum „Moonhill“, nach ca. 20 Minuten steil bergauf und 800 Stufen spaeter waren wir am Ziel! Voellig aus der Puste wurden wir dann von einer alten Dame (sie selbst nannte sich „Lady Sixtie-Nine“ naechstes Jahr dann warscheinlich „Lady Seventy“) verfolgt und das war dann echt kein Spass mehr. Wir waren froh endlich oben angekommen zu sein und wollten nun die Aussicht geniessen, aber nix wars. Und was wollte sie? Wasser verkaufen. Nein danke, wollen wir nicht. Cola? Auch nicht, danke. Nach ca. 10 Minuten Frage-Antwort-Spiel wurden wir etwas deutlicher und sie zischte fluchend davon. Und jetzt hatten wir auch endlich Zeit den Moonhill zu geniessen!
Der Tag war echt toll und man hatte mal das komplette Gegenteil von dem Groszstadttrubel. Das Fahrradfahren klappte sogar im dreispurigen Kreisverkehr in der Innenstadt, man muss sich nur dem flieszenden Verkehr anpassen und darf nicht einfach stoppen. Am Abend gings dann auch schon wieder nach Guilin. Zuerst waren wir alleine im Bus, nach und nach kamen noch ein paar Leutchen dazu, dann wurde einfach nochmal irgendwo Halt gemacht und Leute von der Strasse geholt-nach ca. 1h Verspaetung fuhren wir los. Aber sie haben es geschafft den Bus volllzukriegen und Leute ueberredet einzusteigen. Wir verstehen zwar nicht ganz wie, vielleicht hat man ihnen Geld angeboten!?
Hatten dann noch einen Tag in Guilin, den wir hauptsaechlich mit Internetrecherchen und organisieren verbracht haben. Am Abend ging dann unser Zug (T juhu!) nach Shenzhen bzw. Hongkong. In Hongkong wollen wir bis zum 21.12. bleiben und dann fliegen wir nach Hainan Island (Sanya) um dort am Strand Weihnachten zu verbringen!
Wir wuenschen Euch allen schonmal eine besinnliche (Vor-)Weihnachtszeit!
(Autorin: Steffi)
Kategorien : China