Baikalsee
25 11 2009
In Irkutsk eingecheckt buchten wir diesmal eine dreitaegige Tour zur Insel Olchon im Baikalsee, gemeinsam mit 8 anderen Travellern aus dem Hostel. Am naechsten morgen gings also mit dem Minibus los, doch es blieb nicht bei 10 Leuten sondern es wurden 15 (incl. Fahrer). Mit dem Kleinbus – der auf asiatische Koerper zugeschnitten ist und unsere europaeischen Masse nicht vertraegt – sassen wir also fuer 7h gequetscht wie Sardellen im Bus und hatten auf dem Weg nur zwei Pausen. Doch auf Olchon angekommen, waren die Strapazen wie vergessen. Auf der etwa 70 km langen Insel leben ca. 1500 Leute, Strom gibts erst seit 2005 und sie versorgen sich mit Trinkwasser aus dem Baikalsee. Wir haben in Olgas Haus uebernachtet, in dem groessten Ort der Insel: Chuschir. Die meisten Leute hier leben Fischfang und von dem immer mehr aufkommenden Tourismus. Es war sehr heimisch dort und es gab gute russische Kueche! Auf Olchon sind wir ein paar Deutschen ueber den Weg gelaufen die gerade in Jekaterinburg und Moskau studieren, ein Maedl kam sogar aus Steinach bei Sonneberg – dies bestaetigt mal wieder wie klein die Welt doch ist und man sich an den unmoeglichsten Orten begegnet. Am naechsten Tag gings dann ueber die „Strassen von Olchon“ Richtung Nordkap.
Strassen wie wir sie kennen gibt es hier nicht und so prescht man einfach durch die Waelder oder ueber die ausgefahrenen Sandstrassen – es war eine reine Huepfpartie, vergleichbar mit den Space-Shuttles im Freizeitpark. Wir sind dann die verschiedensten Klippen abgefahren und mit dem Baikal daneben war es wirklich beeindruckend!Am Mittag gabs dann Lagerfeuer im Schnee, mit heissem Tee sowie dem hier populaeren Fisch „Omul“. Die Stille und Abgeschiedenheit der Insel vom Rest der Welt hat hat wirklich gut getan. Am Tag danach haben wir nicht viel gemacht denn es waren -17C und wir sind nur einwenig durch Irkutsk geschlendert. Der Abend war dafuer richtig cool!!! Im Hostel hatten wir schon einige Leute kennen gelernt und mit denen hatten wir ein paar Flaschen Wodka und ein paar Bier! Mit dem Hintergrundwissen das man zum Wodka unbedingt was essen muss, ging es speziell mir (Daniel) am naechsten morgen sehr viel besser als das letzte mal im Zug!!! Wir hatten echt sau viel spass!!!!
Am Dienstag waren wir noch in Listwjanka, ca. eine Stunde von Irkutsk entfernt und bekannt als Fischeroertchen und mittlerweile im Sommer Touristenmagnet. Hier haben wir wieder geraeucherten Fisch gegessen und uns das Doerfchen ein bisschen angeguckt.
Die Zeit hier am Baikalsee war wirklich wie Urlaub, hier kann man es aushalten (auch bei den Temperaturen) und es war die schoenste Zeit die wir in Russland hatten!Jetzt ist es an der Zeit Russland Ade zu sagen! Goodbye schoenes, grosses Russland, tschuessi Blinis und Omuls…wir kommen irgendwann wieder 🙂