Ninh Binh, Hue, Hoi An und Nha Trang

18 01 2010

Wir sind jetzt mittlerweile schon durch Zentralvietnam gereist und an der suedlichen Zentralkueste angekommen, was bis dahin alles so passiert ist koennt ihr jetzt lesen…
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Nachdem wir Sapa verlassen haben, sind wir ueber Hanoi nach Ninh Binh gefahren (wie immer mit dem Nachtzug) um dort einen Tag zu verbringen. In Ninh Binh kann man die trockene Halong-Bucht bestaunen, dort sieht man also die gleichen Felsformationen wie in der Halong-Bucht, nur dass sie nicht mehr vom Meer umgeben sind. Wir haben uns mal wieder ein Moped geliehen, haben die Umgebung erkundet und sind mit einem kleinen Boot durch „Tam Coc“ gefahren. Man faehrt dort ueber einen kleinen Fluss durch die Reisfelder und durch drei Grotten. Am Nachmittag sind wir noch zu den Ruinen einer alten Kaiserstadt (Hoa Lu) gefahren, diese waren ziemlich unspektakulaer, doch dass Highlight dort war das wir Marco und Lauriane getroffen haben. Das ist das Paaerchen das wir in der Transsib kennengelernt haben, sie bekommt in 4 Wochen ihr Baby und sie haben seit kurzem ein Haus in Ninh Binh. Urspruenglich wollten sie das Kind ja in Hanoi zur Welt bringen und sich dort ein Haus mieten, aber es war ihnen zu laut. So ein Zufall das man sich in der gleichen Minute an so einem Ort begegnet! In Ninh Binh haben wir nicht uebernachtet und sind mit dem Sleeperbus nach Hue gefahren. Den Sleeperbus kann man sich so vorstellen: man liegt mit ca. 45 weiteren Leutchen gestapelt in einem Bus, etwas schraeg,  die Fuesse des Hintermannes unterm Kopf, auf seiner Liege. Das Ganze ist alles andere als bequem und vorallem war es verdammt kalt, denn der liebe Busfahrer scheint Klimaanlagen zu moegen, obwohl er selbst die ganze Zeit mit Winterjacke gefahren ist. Draussen waren es um die 25 Grad und wir waren eingepackt als ob wir durch Sibirien fahren! In Hue konnten wir gluecklicherweise gleich in die Sommerklamotten schluepfen und uns aufwaermen. Hue ist bekannt als alte Kaiserstadt, hier gibts auch eine Verbotene Stadt, aehnlich wie die in Peking. Wir sind mit dem Moped zum Kaisergrab von Tu Duc (Ende des 19. Jhd.) gefahren. IMG_3815Tu Duc war wohl ein kleinwuechsiger Kaiser, hatte 104 Gemahlinnen und blieb trotzdem kinderlos. Viele Anlagen wurden durch den Krieg von den Amis zerstoert, also sieht man teilweise nur Ruinen die nicht wieder aufgebaut wurden. Nach zwei Tagen in Hue gings weiter nach Hoi An, hier haben wir 4 Tage verbracht. Hoi An ist bekannt fuer seine Schneiderlaeden und es ist ein echtes Paradies hier! Das haben wir uns natuerlich nicht entgehen lassen. Am Morgen wurden wir abgemessen und haben die Stoffe ausgesucht und abends hatten wir schon die erste Anprobe. Das kann echt suechtig machen und es ist soo billig, wenn man ueberlegt was man fuer etwas maszgeschneidertes in Deutschland bezahlt. Die Touris sind hier mit vollen Tueten abgereist, viele haben auch gleich ein ganzes Packet nach Hause schicken lassen. In der Regenzeit wird die Altstadt Hoi An ueberflutet und die Leute paddeln mit ihren Kayaks durch die Strassen. Weil dann die unterste Etage nicht mehr bewohnbar ist, gibt es in den alten Haeusern ein Loch im zweiten Stock durch den sie dann ihren Hausrat jedes Jahr nach oben ziehen koennen – sie wohnen dann einfach in der zweiten Etage. IMG_3827In den vier Tagen Hoi An hatten wir staendig Wolken und Regen und in ganz Vietnam ist grad solches Wetter. Wir sind jetzt in Nha Trang (sind mit dem Tagzug 12h hierher gefahren-wir probieren einfach mal alle Transportwege aus :-)) und hier ist eigentlich ein Urlaubsgebiet, bloederweise regnet es aber auch. Die Regenzeit dauert nur bis November an und das Wetter ist untypisch fuer Januar, aber wir hoffen es wird besser!
Auch wenn das Wetter gerade nicht so freundlich ist, sind es doch die Menschen hier im Sueden. Ich weiss nicht warum, aber im Norden waren sie teilweise wirklich aggressiv und unfreundlich-komisch was so ein Nord-Sued-Gefaelle doch ausmacht. Hier wird man zwar auch staendig gefragt:“Where are you from?Wanna buy from me?Motorbike for rent?“ aber nach einem „Nein, danke!“ lassen sie einen in Ruhe. Im Norden hat man teilweise versucht uns T-Shirt uebern Kopf zu ziehen und ein Laecheln war eine Seltenheit. Da geht hier im Sueden schon etwas lustiger zu und das macht dann auch mehr Spass! Mehr zu Land und Leuten gibts im naechsten Bericht!

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Bis bald…
(Autorin:Steffi)



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