Mui Ne und Saigon

1 02 2010

IMG_4335Mui Ne laedt ein zum entspannen und sonnenbaden und genau das haben wir hier gemacht. Nach unseren vier Tagen im vietnamesischen Outback waren wir fuer zwei Tage in Mui Ne, Unterkunft direkt am Strand, blauer Himmel, Sonnenschein und alles voller Touristenbunnker. Also haben wir gleich mal einen Strandtag eingelegt und sind zum abkuehlen ins Meer gehuepft. Verrueckterweise haben wir in einem Restaurant Dan und Ashley wieder getroffen, mit den beiden sind wir in China fuer ein paar Tage umhergereist. Am zweiten Tag haben wir uns die gelben und weissen Sandduenen angeschaut. IMG_4372Weil wir gerne den Sonnenaufgang sehen und nicht in der Hitze durch die Sandduenen laufen wollten sind wir um 5.00 Uhr morgens losgezogen. Nur der fruehe Vogel faengt den Wurm und so haben wir schoene Bilder machen koennen. Wenn man will, kann man hier zwei Wochen am Strand verbringen aber wir sind dann wieder weitergezogen nach Saigon (fuenf Stunden im Bus).

In Saigon waren wir auch zwei Naechte und es hat uns gut gefallen. Wir hatten uns schon auf eine Stadt wie Hanoi eingestellt und hatten von anderen Travellern gehoert wie schrecklich laut und dreckig es hier sein soll. Entweder haben sie extra fuer uns nochmal geputzt oder wir sind schon so abgehaertet, aber wir fanden Saigon sehr gepflegt und ordentlich im Vergleich zu Hanoi. Motorroller gibts hier auch in Scharen, aber dass Strassenueberqueren war halb so schlimm. Interessant waren auch die Kabelstraenge – ob da noch jemand IMG_4413durchblickt?IMG_4455

In Saigon waren wir im Kriegsmuseum und einen Tag spaeter bei den Chu-Chi-Tunneln- aber die Stadt an sich ist schon ein Erlebnis fuer sich. Im Kriegsmuseum werden die Kriegsverbrechen der Amerikaner dargestellt und mit Fotos dokumentiert: Folterungen, Massaker, Auswirkungen der chemischen Waffen auf Mensch und Natur. Mit den Bildern im Kopf wird einem erstmal bewusst was fuer ein brutaler und grausamer Krieg hier getobt hat und das alles ist erst 40 Jahre her. Die Chu-Chi-Tunnel waren auch beeindurckend, sie dienten den Wiederstandskaempfern (Vietcongs) und erstrecken sich ueber hunderte Kilometer. Die Tunnel liegen ca. 5-6 m unter der Erde und sind an manchen Stellen sogar 3-4 stoeckig und bis zu 20 m tief – Konferenzraeume, Schlafsaeale, Vorratskammern und Frischwasserbrunnen und sogar Feldkuechen waren unter der Erde eingeschlossen. Manche Tunnel verliefen unter Flusslaeufen und die Eingaenge sind unter Wasser. Die Widerstandskaempfer haben dort oft Wochen und Monate verbracht, insgsamt waren es bis zu 16.000, auch ca. 100 Kinder wurden hier zur Welt gebracht.IMG_4440 Ein Tunnelabschnitt von 100 m wurde fuer Touristen erweitert und es war kein Kinderspiel da durch zu krabbeln- echt wahnsinn. An unserem letzten Abend in Saigon sind wir ein wenig durch die Strassen gezogen. Das „Motorbike, Motorbike?“ kam mal wieder aus allen Ecken, gar nicht so neu fuer uns, nur das Daniel nach seinem schallplattenmaeszigen „Nein, danke!“ noch andere Sachen folgten wie zum Beispiel: „Marihuana?Kokain?Bum Bum??“ und das genau in dieser Reihenfolge. Was mit Bum Bum gemeint ist werdet ihr euch wohl denken koennen, dass ist in Saigon ziemlich verbreitet und einige Langnasen werden dem Klischee des Sextouristen sehr gerecht. Schon echt eklig wenn sich westliche Maenner mit Riesenblauze, verschwitzt und total blau in den Strassen von huebschen, jungen Vietnamesinnen ins Stundenhotel fuehren lassen – alleine laufen geht da schon nicht mehr.
Trotz alledem ist Saigon eine schoene Stadt, vorallem wenn man mal aus dem Touristenviertel ( Pham Ngu Lao Street) ausbricht und in einem vietnamesischen Strassenkaffee einen Eiskaffee trinkt. Das ist viel authentischer als in der westlich gepraegten Innenstadt und die Menschen freuen sich ehrlich wenn man sich zu ihnen gesellt.

Jetzt gehts runter ins Mekong-Delta…
Bis bald…

(Autorin: Steffi)



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