Mekong Delta 26.01->31.01.2010
5 02 2010Nach Saigon sollte es uns also ins Mekong Delta verschlagen. Mit einem Kleinbus und einem super Service sind wir dann in Ben Tre angekommen wo wir eigentlich unsere beiden Bekannten aus Franzoesich Guejana wieder treffen wollten. Das Problem war nur, dass Steffi die E-mail Adresse verschlumpert hat und wir somit keinen Kontakt mehr hatten. Ausgestiegen aus dem Bus empfing uns erstmal eine Horde Mopedfahrer die uns alle zu einem Hotel fahren wollten. Nach dem einer an mir zerrte und ich schon die Hand erhoben hatte um ihm eine zu verpassen, kam ein Kollege von ihm angesprungen der das wohl auch nicht toll fand und verpasste ihm so eine das der kleine Vietnamese auf dem Hosenboden landete und wir dann aus sicherer Entfernung eine handfeste Schlaegerei beobachten konnten. Haben uns dann von zwei netteren Mopedfahrern zu unserem Hotel bringen lassen. Kurz eingecheckt und ab zum essen. Auf der Suche nach etwas Nahrhaftem ist uns echt bewusst geworden das wir hier nicht in einer Touristenzone sind. Die Leute laecheln einen an und sind supper freundlich und gluecklich wenn sie eine Langnase sehen. Nach dem Essen hatte ich das Gelaechter erstmal auf meiner Seite. Ich wollte zahlen und wie selbstverstaendlich das Geld aus meinem Geldguertel holen, als ich dann wieder aufschaute sah ich erstmal nur sich fast kugelnde vietnamesische Frauengesichter die nicht mehr konnten vor lachen. Sie hatten halt noch nie gesehen wie jemand aus dem inneren seiner Hose Geld zauberte. Die muessen wohl gedacht haben das ich da jetzt was anderes raus hole. 🙂 Am naechsten Tag nach dem Fruehstueck lernten wir erstmal in unserem Hotel einen Meininger kennen. Wie klein die Welt doch ist und Ben Tre erst recht. Dann hiesz es Moped leihen und eine Ausfahrt machen. Um die erste Ecke rum – wer kommt da gelaufen – unsere beiden Freunde. Nach kurzem fast in Ohnmachtfallen vor Ueberraschung haben wir uns dann fuer den Abend zum Essen verabredet. Das Moped fahren war echt schoen und die Landschaft hier sowieso. Kleiner Wermutstropfen war nur, das wir kein Boot gefunden haben das uns zu einem angemessenen Preis auf die Kokosnuss-Insel gefahren haette.
Am Abend waren wir dann ja verabredet und hatten eine Menge Spass mit den beiden Franzosen. Der naechste Tag war dann groesztenteils Transport mit der Busfahrt nach Vinh Long, wo wir auch gleich einen Homestay gebucht haben mit einer Fahrt auf dem Mekong. Also hiesz es diese Nacht im Jungle auf einer Insel schlafen. War aber leider nicht so toll wie sichs anhoert, denn so richtig Homestay war das nicht. Morgens sollten wir dann mit dem Boot zu dem schwimmenden Markt in Vinh Long, fahren was auch geklappt hat nur leider viel zu spaet sodass nicht mehr viel vom schwimmenden Markt zu sehen war. Nichts desto trotz waren wir eine ganz lustige Truppe mit unter anderem zwei Leuten aus Deutschland die in Jena studiert haben und dort jetzt auch arbeiten. Somit konnte sich Steffi wieder mal ueber Jena unterhalten. Angeschaut haben wir uns noch die herstellung von Reispapier, Popkorn auf Vietnamesisch, Reiswaffeln und Coconut-Candys. Schon krass wie das Leben hier am Mekong so funktioniert. Man kann, darf oder muss halt fuer alle Wege die man besorgen muss das Boot nehmen. Der Fluss an sich ist echt schmutzig, trotzdem wird hier alles drin gewaschen- Kinder, Geschirr und Waesche. Zurueck in Vinh Long hies es dann Bus nach Can To und mit Faehre uebersetzen. Hatten auch gleich eine super Unterkunft mit einer sehr lustigen Dame als Besitzerin. Die uns, nachdem wir unsere naechste Mekong – Fahrt bei ihr gebucht hatten, erstmal vormachte wie morgen frueh ihr Bruder durch eine Klappe in der Tuer nach uns rufen wuerde. Hat er dann auch am naechsten Morgen um 5:30 Uhr genau so getan. Das fruehe Aufstehen hatte sich gelohnt, denn diese zwei schwimmenden Maerkte die wir da gesehen haben waren noch richtig voll und geschaeftig.
Auch die Fahrt selbst, die uebrigens sieben Stunden ging, war ein Traum. Nur wir beide auf dem kleinen Boot und unsere Kapitaenin die uns immer wieder mal frische Fruechte vorreichte. Wir haben uns schon gewundert woher sie immer Melonen und Ananas zaubert, bis wir dann merkten das sie es aus dem Mekong fischt, muss wohl mal irgendwann jemandem vom Boot gefallen sein 🙂 Am Tag darauf hiesz es dann ab nach Rach Gia und auf die Faehre nach Phu Quoc.
Alles in allem gelungene Sache dieses Mekongdelta. Am Wasser leben fetzt glaub ich. 🙂
Tschuessss
bis zum naechsten
Autor: Daniel