Kambodscha 06.02. bis 16.02.

21 02 2010

IMG_3523Nach dem wir die Insel verlassen haben gings mit dem Bus ueber die vietnamesische Grenze in Ha Tien nach Kambodscha. Nach den Infos die man uns gegeben hat sollten wir nachmittags um 16.00 Uhr in der Hauptstadt Phnom Phen ankommen. Der Grenzuebertritt war kein Problem, diesmal saszen die Beamten in kleinen Holzhuetten an einer Schotterstrasse (haetten auch Klohaeuschen sein koennen) und klebten uns das Visa in den Pass, irgendwo im Niemandsland. Mit dem Bus gings dann also ins Landesinnere und irgendwann gegen halb fuenf waren wir in einer Stadt direkt am Meer – Phnom Phen liegt aber definitiv nicht am Meer – denn wir waren in Sihaunokville, dem Badeort in Kambodscha. Da der Bus nach Phnom Phen erst spaet abends starten sollte beschlossen wir eine Nacht in Sihaunokville zu verbringen. Hatten dann dort die bisher schlechteste Unterkunft mit Ratte unterm Bett und Kakerlaken, aber immerhin direkt am Strand. Am naechsten Tag hat sich Daniel nochmal sein Haupthaar kuerzen lassen und dann gings nach Phnom Phen. Dort brachte uns ein Tuk Tuk zum Hostel und an den Fahrern haben wir gleich die Unterschiede zu Vietnam festgestellt. Hier sagt man nein danke und sie sind zufrieden oder machen einfach Spaesse wie z.B. „Tuk Tuk? Bicycle? Boat? Helicopter?“ – unsere mittlerweile professionelle Handeltaktik koennen wir hier gar nicht mehr anwenden. Ich versuche mal 4 Tage Phnom Phen kurz zusammenzufassen: schoene, gepflegte Stadt die uns sehr gut gefaellt, aber auch viele arme Menschen auf den Strassen mit nackten, teils behinderten Babys im Schosz die betteln. Viele Einheimische treffen sich abends um gemeinsam Sport zu machen, sie tanzen dann gemeinsam zu Musik oder spielen Federball. Waren auf dem Russischen Markt, dem Zentrakmarkt, bei einer Pagode (What Phom) IMG_4946und im Tuol Sleng Museum (Voelkermordmuseum). Das Museum ist ein altes Gefaengnis das die Auswirkungen des Pol Pot Regimes ( bis 1979) und der Zeit der Roten Khmer darstellt. In dem Gefaengnis wurden ca. 20.000 Menschen – vorallem die gebildete Elite, Aerzte, Lehrer und Intellektulle – bestialisch ermordet. Selbst Menschen die Brille trugen oder eine Fremdsprache sprachen wurden verhoert, gefoltert und umgebracht. Die Taeter wurden bis heute nicht verurteilt und Pol Pot lebte bis 1998 im Exil in Thailand bis er starb. Von Phnom Phen sind wir dann nach nach Siem Reap bzw. Angkor Wat. Hier hatten wir ein gemuetliches Hostel und die bisher billigste Uebernachtung fur nur 1 $. Wir haben auf Matratzen im Freien uebernachtet, ueber uns ein Moskitonetz und ein Bambusdach, dazu ein nettes Restaurant und Internet for free. Am ersten Abend in Siem Reap haben wir ein Kinderheim besucht, hier gibt es jeden Abend eine Tanzvorstellung mit dem tradtionellen Apsara-Tanz bei dem die Taenzerinnen die Finger ganz wild verbiegen koennen. Die Kinder hattens voll drauf und konnten englisch mit uns sprechen und sie gesellten sich noch ein bisschen zu uns. Am naechsten Tag stand also Angkor-Wat auf dem Plan. Das laeuft hier so, dass man sich fuer den ganzen Tag ein Tuk Tuk mit Fahrer mietet und dann die ganzen Tempel abfaehrt. Wir haben uns mit noch einer Deutschen zusammengeschlossen und uns fuer die Hardcoretour von einem Tag entschieden – dass heiszt vom Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang, nach 14 h konnten wir keine Tempel mehr sehen und zwischendurch schickten wir Daniel vor zum Foto schieszen und wir blieben im Tuk Tuk sitzen. Dennoch war Angkor Wat fuer uns nach der Chinesischen Mauer wirklich das beeindruckenste Bauwerk das von Menschen errichtet wurde. Ich kann schlecht jeden Tempel beschreiben, es waren einfach zu viele, schaut euch einfach die Bilder an. Sehr schoen war „Ta Prohm“, hier wachsen Riesenbaeume aus den Steinmauern IMG_3742und der Haupttempel „Angkor Wat“ der von Wasser umgeben ist. Die restliche Zeit in Siem Reap verbrachten wir auf dem Nachtmarkt, haben uns von kleinen Fischchen die Fuesse massieren bzw. abknappern lassen und ganz viele Fruchtshakes getrunken. Dann hiesz es sich auf den Weg nach Banlung zu machen. Da wir den Weg dort hin nicht in einem Zug machen wollten, uebernachteten wir eine Nacht in Strung Treng. Worueber es nichts weiter zu berichten gibt, ausser das wir am Abend useren Bus nach Ban Lung buchen wollten und uns gesagt wurde das es nicht sicher sei ob ein Bus faehrt, da die Fahrer augenblicklich betrunken seien. Am 14.02. war naemlich das chinesische Neujahr das hier teilweise auch gefeiert wird und die Fahrer haben wohl reingefeiert. Irgendwie fuhr dann aber doch ein Bus mit anscheinend nuechterem Fahrer. Die letzten Tage haben wir in Ban Lung verbracht und haben uns mal wieder ein Moped geliehen um drei Wasserfaelle zu sehen und im Vulkan-Krater-See schwimmen zu koennen. IMG_5212Dort haben ein paar Kambodschaner Picknick gemacht und uns auf ein Bierchen eingeladen. Uebrigens haben die Maenner hier untereinander die Angewohnheit sich anzufassen wenn man sich auf freundschaftliche Art gern hat (Arm ueber die Schultern legen usw.), dass heiszt Daniel hatte dann fuer ca. eine halbe Stunde die taetschelnde Hand seines Nachbars auf dem Bein :-).
Landschaftlich sieht alles sehr aehnlich aus und hier wird sehr viel Wald abgebrannt um Plantagen zu errichten oder Tiere wie Schlangen o.ae. aus dem Gebuesch zu locken und zu toeten,wahrscheinlich um sie spaeter zu verzehren. Kambodscha hat uns echt ueberrascht, manche haben uns gesagt die Menschen seien noch aggressiver in ihrer Verkaufstaktik als in Vietnam, aber wir haben das Gegenteil erlebt. Sie sind einfach nur nett ohne gleich das Geld zu riechen und man fuehlt sich nicht wie ein laufender Geldbeutel. War also wirklich entspannt hier.
Wir sind jetzt fuer die naechste Zeit in Laos, dem laut Reisefuehrer entspanntesten Land Suedostasiens…

Machts gut und bis bald!

(Autor: Steffi)



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4 Antworten zu “Kambodscha 06.02. bis 16.02.”

  • froelichs sagt:

    Hallo Ihr,
    auch von uns noch alles erdenklich Gute an Dich, liebe Steffi.
    Wir hoffen dein Geburtstag war noch aussergewöhnlicher, als die letzten 3 Monate und 21 Tage….
    Lasst es Euch gut gehen.
    die Frölichs

  • Marie sagt:

    Von mir die besten Wünsche für dich, Steffi! Genieße die Zeit und komm irgendwann gesund wieder!

    Liebste Grüße aus Regensburg nach Kambodscha!

    Marie

    ps: der hase soll natürlich auch gesund wieder kommen 😉

  • Tam sagt:

    Hallöchen Geburtstagskind,

    Heute feierst du dein Geburtstag mal ganz woanders…Alles Gute zum 24. Viel Gesundheit, Liebe und Freude am Leben.
    Ich hoffe, dass du viel Spaß hast, auch wenn deine Familie und Freunde nicht mit dir sein können.
    Ich habe in euren Fotoalben mal reingeschaut. Die Bilder sind schön gemacht, bei einigen bekomme Fernweh. (-:

    Bis bald meine Süße, lass dich heut von Daniel mal verwöhnen. In Asien gibt es so so viele schöne Sachen und die sind noch billig…Massage, Beauty Service und und und…

    Knutsch dich

    PS: Die Diplomarbeit ist abgegeben. Nun heißt es warten und zittern. hihi

  • Mel sagt:

    Hallo Willylein,
    wir wünschen dir alles erdenklich Liebe und Gute zum Geburtstag. Das ist wahrscheinlich der ungewöhnlichste Wiegentag, den du je hattest.
    Wir hoffen, dass Ihr ihn schön verbringt und dass es euch gut geht.
    Weiterhin Wind in der Segeln und gude Laune!!!

    Liebste Grüße ans andere Ende der Welt.

    Mel und Ropat

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