Singapur, die Stadt der Loewen 24.04.-28.04.

3 05 2010

DSC_0359Mit dem Flug von Georgetown nach Singapur haben wir uns anstrengende 14 Stunden Zugfahrt erspart und waren schon nach einer Stunde in Singapur. Dort standen wir erstmal vor der Frage: Wo wollen wir wohnen? Wir hatten die Auswahl zwischen Chinatown, Little Arab Town und Little India. Schliesslich liessen wir uns in Little Arab Town nieder und haben ohne Stadtplan und mit nur einer Hosteladresse unser Nest fuer die naechsten vier Tage gefunden. Auf engem Raum leben die verschiedensten Kulturen und Religionen miteinander, in anderen Laendern waere das unvorstellbar, doch hier steht der hinduistische Tempel neben dem islamistischen, Chinesen gehen bei Arabern essen und das macht den Charme dieser Stadt aus.

Die Gesetze Singapurs (uebrigens ist es ein eigenstaendiger Stadtstaat) sind sehr streng und dienen hauptsaechlich zur Abschreckung. So war z. bsp. der Verkauf von Kaugummis von 1992-2004 absolut verboten, mittlerweile bekommt man sie gegen Vorlage eines Arztrezeptes oder Personalausweises, Luegerei wird mit 3-8 Rohrstockschlaegen bestraft. Geschockt hat uns allerdings diese Methode bei Drogenmissbrauch: „Betroffen sind ausschließlich Männer im Alter zwischen 16 und 50 Jahren, die altersunabhängig mit bis zu 24 Hieben in einem Durchgang auf das entblößte Gesäß gezüchtigt werden können. Bei diesem sogenannten Caning wird der Delinquent über einen Prügelbock gespannt und erhält von einem speziell ausgebildeten Justizbeamten in einem festgelegten Verfahren mit einem langen Rohrstock schwere Schläge; der Zweck ist das Erreichen von maximalem Schmerz bei kleinstem dauerhaften Schaden. Der dabei verwendete Rohrstock ist etwa 1,20 Meter lang und 13 Millimeter dick, jedoch extrem elastisch; die Ausbilder sind gehalten mit dem Stock Geschwindigkeiten von mindestens 160 km/h zu erreichen.“ (mehr dazu bei Wikipedia). Angesichts dessen haben wir uns nicht gewagt bei Rot ueber die Ampel zu gehen oder uns irgendwie auffaellig zu verhalten, denn die Strafen duerfen auch auf Auslaender angewendet werden.

Singapur hat eine Insel – Sentosa Island –  eigens fuer Tourismus- und Vergnuegungszwecke erbaut mit Museen, Shows, Casino und auch einem riesigen DSC_0201Wasseraquarium das wir uns nicht entgehen lassen haben. Dabei steht man auf einem sogenannten Travelator (laufendes Band)  und wird durch einen Tunnel gefahren, ringsherum Haie und andere schoene und gefaehrliche Meerestiere.

Daniel wurde dann bei dem Casino-Schild ganz neugierig und wir machten uns auch auf den Weg dorthin. Allein in der Eingangshalle haben wir uns schon eine halbe Stunde aufgehalten und die riesigen Kronleuchter bestaunt,alles vom Feinsten – ausser wir. Als wir den Mut gefasst haben und an der Schlange standen, DSC_0326sagte man uns hoeflich das Flip-Flops und Shorts hier nicht erwuenscht sind ;-)…doch wir nutzten unsre Chance nochmal am naechsten Tag, gingen mit langen Hosen und angemessenem Schuhwerk durch ca. 40 Grad Sonnenschein in ein anderes Casino. Da es Neueroeffnung war, gab es Gourmee-Haeppchen umsonst – viva Las Vegas! Fuer Daniel war es etwas enttaeuschend, denn Texas-Poker wird hier nicht gespielt. Also setzten wir uns ein bisschen an den einarmigen Bandit und saugten die Casinostimmung in uns auf.IMG_6441

Von der Nobelwelt sind wir immer zuerueck in unser Little Arab Town und haben dort das eigentliche Singapur kennengelernt, mit historischen Gebaeuden und traditionellen arabischen Restaurants. Zufaellig sind wir an einem Abend an einem Stadion vorbeigelaufen und zwei Minuten spaeter saszen wir beim Fussballspiel (Da Nang (VIET) gegen Geylang (Singapur) …DSC_0433Singapur hat gewonnen.

Man findet hier trotz der vielen Hochglanz- Shoppingmalls auch noch ein paar Schnaeppchen und so bin ich nun stolze Besitzerin einer Spiegelreflexkamera, nach tagelanger, nervenaufreibender Schnaeppchenjad sind wir endlich fuendig geworden und vollkommen zufrieden!

(Autor: Steffi)



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