No worries, mate!

25 07 2010

DSC_0366… das ist der Satz den du hier als erstes in „Down Under“ lernst! Genau genommen haben wir das noch in Asien gelernt von unseren Freunden aus Perth, die uns Unterkunft, Hilfe und alles Erdenkliche gegeben haben. Wenn man gefragt hat, was man denn zurueck geben koennte, hies es immer nur: „no wories“. Aber jetzte schreib ich einfach mal allgemein ueber unsere bisherige Zeit in Australien. Sehr ins Detail gehen geht hier leider nicht mehr, denn wir haben das Blog schreiben ziemlich schleifen lassen. Wie die vielen Beschwerden, wann denn endlich der naechste Blogeintrag kommt, gezeigt haben. Angekommen in Perth, Hauptstadt von West Australien,1.4 Milionen Einwohner, bei einer Gesamtbevoelkerung von ca 2.1 mil zeigt dass wieviele Leute auf dem Land oder kleineren Staedten wohnen. Untergekommen bei Ben haben wir Perth zusammen mit Jaz und Rick unsicher gemacht. Jaz und Ben haben uns sehr beim Bus finden geholfen und zusammen mit Jaz hatten wir auch in 2 Tagen den Innenausbau fertig. Auf dem Weg in den Sueden haben wir unseren Bus dann auf den Namen „Allan“ getauft, da wir zusammen mit Ben und Jaz an einem Abend mal lustige YouTube-Videos angeschaut haben und wir uns bei dem hier http://www.youtube.com/watch?v=xaPepCVepCg halb totgelacht haben. Aber seht selbst! Also WA (West Australien) ist gigantisch, das sag ich jetzt einfach mal so ohne bis jetzt die Ostkueste gesehen zu haben. Perth hat uns super gefallen was wahrscheinlich auch an unseren Freunden liegt.

Dann sollte es gen Norden gehen, was wir mit Sarah, einer Franzoesin, zusammen in Angriff genommen haben. Sie suchte einen Lift und da wir ja genug Platz hatten,haben wir sie mitgenommen. Ok, ganz so selbstlos wars dann doch nicht, natuerlich sind hier die Benzinkosten enorm. Nicht weil es teurer ist als in Deutschland, einfach nur da man hier am Tag mal locker 500 km zuruecklegt und dabei 3 Leute (Fremde natuerlich) grueszt die einem entgegenkommen. Gruessen ist hier Gang und Gebe und auch gut so, denn es ist ne Abwechslung alle 170 km mal die Hand zu heben. Die Straende und Nationalparks (natuerlich nicht alle) sind echt super schoen, aber auch das Outback hat seinen Reiz. DSC_1113Wenn du mal in so nem kleinen Kuhkaff – und Kuh ist hier nen gutes Stichwort – durch die Strasse gelaufen bist und dich dann in den Pub gesetzt hast, denkst du wirklich du bist im wilden Westen. Da reiten dann die Cowboys durch die Strasse oder binden ihr Pferd gerade am Pub an. In WA und natuerlich auch in Northern Territory oder Queensland gibt es Rinder in Huelle und Fuelle. Das mit den Pferden stirbt natuerlich langsam aus und es werden allradbetriebene Vehikel gefahren. Die Kuehe werden auch nicht mehr zum Markt getrieben, sondern mit Roadtrains, die wie ich dachte im Sueden von WA mit einer max. Laenge von 43.5 m schon riesig sind, im Norden und der Mitte dann schon max. 63.5 m messen, zum Markt chauffiert. Wenn dich so nen Ding ueberholt, dann ist erstmal ne viertel Stunde Schatten. Natuerlich transportieren Roadtrains auch andere Sachen, aber eins ist sicher: Halt machen die fuer nichts und niemanden. Kanguruhs,Kuehe und andere Fahrzeuge sind mit solch einem Ding kein Problem von der Strasse zu raeumen. Wuerde mich schon mal reizen so nen Roadtrain zu fahren. Das Cattle (das sind hier die Rinder) wird heutzutage groesstenteils nur noch mit Moped’s oder Hubschrauber getrieben oder eingefangen. DSC_1125Dies mit den Pferden zu tun, beschraenkt sich fast nur noch auf Rodeoveranstaltungen die wir hier auch schon oefters besucht haben.

Auf den Weg in den Norden waren wir auch am Coral Bay und Ningaloo Reef was echt atemberaubende Unterwasserwelten bietet. Ich habe dann zusammen mit Tilo, ihn und Johanna haben wir am Ningaloo Reef getroffen, 2 Tauchgaenge in Coral Bay gemacht. Dabei war ich auch schnorcheln mit Manta Ray’s. Das sind einfach riesige Rochen mit einer Spannweite von ca. 6 m und das waren noch nicht die groessten. Beim Tauchen haben wir dann auch nen riesigen Marble Ray gesehen und das beeindruckenste war ein ca. 3 m langer Hai. Da stockt dir erstmal der Atem wenn der da so rumliegt und du 5 m von ihm entfernt bist. Wo ich schon beim Atem stocken bin, muss ich auch gleich dazu sagen das dass mit dem „No worris“ nicht unbedingt immer gut ist. Speziell beim Tauchen, wie ich leider am eigenem Leib erfahren durfte. Mir ist naemlich bei gluecklicherweise nur 6 m Tiefe mein Luftzufuhrschlauch geplatzt. Habe es am Anfang gar nicht mitbekommen das dieser dumpfe Schlag was mit mir zu tun hatte. Erst als dann der Tauchmaster vor mir war und mir seine Ersatzluftversorgung in den Mund geschoben hat, habe ich es geschnallt. Hatte scheinbar im richtigen Moment meinen Atemzug gemacht, so dass ich gar nicht gemerkt habe, das ich ohne Sauerstoff bin. Ich hatte vorher zu Tilo schon auf dem Boot gesagt, das die zweite Stufe (da wo die ganzen Schlaeuche dran sind) ziemlich chaotisch gelagert werden und es das in der deutschen Tauchschule in Thailand nicht gegeben haette. Im selben Augenblick kommt dann auch noch eine Taucherin und zieht mit all ihrer zur Verfuegung stehenden Kraft eine zweite Stufe aus der Kiste. Habe dann den Tauchgang aber trotzdem noch an der Ersatzluftversorgung des Masters beendet und den zweiten Tauchgang mit einer neuen zweiten Stufe gemacht und das tauchen war echt amazing (superdupertoll). Ich hab soviele schoene Sachen gesehen, das war echt richtig „atemberaubend“. Mit Schildkroeten sind Steffi und ich auch geschnorchelt ohne auch nur einen Heller dafuer zu bezahlen. Vom Strand aus ins Meer und mit Schildkroeten schwimmen, einfach unglaublich. Also nochmal an Marco, meinen angestammten Buddy, wo warst du? Auf dem Machu Picchu bringst du mir nichts wenn ich unter Wasser Probleme habe!!! Aber war alles nicht ganz so wild, der Master war ja gleich da und ausserdem ist es beim tauchen glaube ich wie beim Auto fahren: wenn du einen Unfall hast, solltest du schnellst moeglich wieder fahren sonst uebermannt dich die Angst und du tauchst oder faehrst nie wieder. Aus diesem Grund werde ich es mir nicht nehmen lassen auch am Great Barrier Reef zu tauchen.
Wir haben dann von Broome aus zwei andere Maedels mitgenommen.Die Jule (Deutsche) und Na’ama (Israelin) mit genommen und uns mit einem anderen deutschen Paaerchen zwei Tage einen 4WD (Gelaendewagen) gemietet um ein wenig in die Kimberlys zu fahren. Also das mit den Gelaendewagen ist in Australien so, dass die ihn meistens auch wirklich nutzen! Nicht so wie in Deutschland wo mit Gelaendewagen durch Berlin gefahren wird und den einzigen Dreck den das Auto sieht ist wenn gerade die Strassenreinigung streikt. Wenn ich wieder mal nach Australien komme, dann mit ganz viel Zeit im Gepaeck um dann die ganzen dirt roads (Querfeldeinstrassen) 🙂 mit einem 4WD zu erkunden. Hier gibt es viele viele Gebiete da
IMG_2903 kommst du nur mit Gelaendewagen oder mit Hubschrauber hin. Mit den beiden Maedels sind wir bis Darwin gefahren, wo wir kurz vorher Na’ama schweren Herzens verabschieden mussten. Mit Jule hatten wir dann eine sehr schoene und lustige Zeit bis Cairns, von wo aus sie nach Sydney ist um nach Hause zu fliegen. Eigentich hatten wir ja vor die Mitte OZ’s  mit Ayers Rock und Kings Canyon zu machen. An der Kreuzung nach Cairns war es dann so kalt das ich mich ueberreden hab lassen doch gleich an die Ostkueste zu fahren. Nach dem wir, dick eingemummelt um 4 Uhr nachts auf einen 10′ Zoll Fernseher, das gluecklicherweise aufwaermende Spiel Deutschland vs. Argentina gesehen haben fuhren wir also Richtung Cairns, Ostkueste.IMG_3305 Die Maedels sind halt Frierkatzen, aber Spass bei Seite, am naechsten Tag haben sie dann im Radio gebracht, das es mit 6.5 C‘ Hoechsttemperatur am Tag wohl der kaelteste Tag seit Ewigkeiten sein soll. Wobei ich das nicht unbedingt glauben moechte. Australier – also so meine Erfahrung – uebertreiben mal gerne und drehen sich auch mal nicht so tolle Sachen meist so, das sie doch irgendwie uebelst toll sind. Zum Beispiel ist das Wetter auf gut Deutsch einfach scheisse, dann ist das fuer Australier noch lange nicht so, dann wird sich einfach ein Ort in Australien rausgpickt von dem ich zumindest, meistens noch nicht mal was gehoert habe, und dort ist das Wetter dann viel viel schlechter als hier. Es ist uns auch schon so gegangen das wir zum Beispiel an einem Lookout standen der echt atemberaubend war und richtig richtig toll. Beim zweiten, eher weniger beeindruckenden Lookout treffen wir die selben Leuten und wieder gehen sie ab wie Schmidts Katze – auch wenn vor ihnen ein schwarzes Loch gewesen waere, waere es fuer sie das tollste schwarze Loch gewesen. Australier sind einfach immer nett und immer ist alles ‚fucking‘ nice. Wobei ich auch schon bei dem Wort „fuck“ angekommen bin. Dieses Wort kommt in einem Satz eines normal sterblichen Australiers ungefaehr mindestens drei mal vor. Wobei das Wort nicht wie bei uns meist als boeses Wort benutzt wird, sondern als ganz normales, manchmal sogar „liebes“ wort. Zum Beispiel wenn einem Australier ein Name nicht einfaellt, dann klingt das ungefaehr so: „What was his ‚fucking‘ name? ‚Fuck‘ I can’t remember!!! What was his bloody ‚fucking‘ name? ‚Fuck‘ I ‚fucking‘ know his name!!! But this ‚fucking‘ day I ‚fuck‘ off can’t ‚fucking‘ remember!“ Und auch um den Lebensstil noch ein bisschen zu verdeutlichen kommen hier noch ein paar Sachen!!! DSC_1080Man stelle sich nur mal in Deutschland  vor, ein Mann geht nur mit Badehose und Thongs (das sind hier die Flipflop’s) bekleidet in eine Bank und moechte einen Kredit und fragt den Bankangestellten mit den Worten „Kann ich einen scheiss Kredit haben?“. Ich glaube kaum das er so weit gekommen waere um das auszusprechen. Hier wuerde das heissen „Can I have an ‚fucking‘ credit?“. Also hier alles kein Problem!!! Kleiderordnung ist hier kaum ein Thema und das find ich mal richtig cool. No worries mate.

Was auch krass ist sind hier ueberfreundliche Menschen, wo ich erstmal nicht wusste wie ich reagieren sollte! In Broome geh ich so in die Touristinfo und wollte eigentlich nur wissen wie ich den Landstrich ueber Broome ohne 4WD auch sehen koennte. Aufgerufen von der jungen Dame (ca. Mitte 40) trete ich an den Tresen und dann beginnt das Spiel. „Hey Honey, how are you?“. Ich hatte erstmal meine Fragen vergessen als sie mich dann fragt: „How can I help you Darling?“ Ich frage nach laengerem ueberlegen und sie antwortet mit dem naechsten Ding: „Oh, sweety, I’m sorry but that’s not possible! But I will see what I can do for you my dear!“  So ging dann das ganze Gespraech. Bis zu diesem Erlebnis dachte ich eigentlich das solche Sachen meist zu Frauen gesagt werden. Stefanie hatte das schoen oefters. Das das in Australien gang und gebe ist, wusste ich auch, aber doch nicht von Frauen die meine Mutter sein koennen und dann zu einem, zu diesem zeitpunkt noch 27 Jahre alten, Mann.
ps.: Liebe Oma oder alle anderen die des Englischen nicht so vertraut sind: Diese Frau war ganz lieb zu mir!!!

So das solls erstmal gewesen sein, habt ja jetzt ne Menge zu lesen gehabt. Wir fahren in den naechsten Wochen zusammen mit unseren zwei Besucherinnen Mel und Teresa aus Vachdorf die Ostkueste runter. Haben jetzt schon 14 000 km mit unserem „Allan“ hinter uns und es kommen noch ein paar tausend dazu.

(Autor: Daniel)



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4 Antworten zu “No worries, mate!”

  • Marie sagt:

    wohw, ganz viel spaß und liebe grüße an die vachdorferinnen 😉

    ich béneide euch immernoch ganz sehr :-*

  • andy sagt:

    G´day mate, how is it going?
    OZ! ein Traum. So wie du schreibst, so sind die Auzzies, einfach fucking greate.
    Du hast es jedenfalls geschafft das mich wieder voll das Fernweh gepackt hat.
    Schaut mal bei einem Nest Red Rock vorbei-schöner Campingplatz sehr kleines Nest. Salzwasserfluss zum baden, das Meer ist ein bisschen rauh, wer Wellen mag- Wart ihr in Cape Trip? super NP.
    Grüsst mir OZ und noch viele tolle Eindrücke.
    Andy
    (der langhaarige Arbeitskollege)

  • Melle sagt:

    Hallo meine zwei Lieben,
    so schön endlich mal wieder was von euch zu lesen. Wobei es ja eigentlich ein Zeichen dafür ist, dass es euch sehr, sehr gut in Australien zu gehen scheint.
    Hatte richtig Spaß euren Bericht zu lesen, da kommen alte Australiengefühle auf *heul*
    Man was wäre das ein Spaß gewesen, wenn wir einfach mit euch gekommen wären… Aber wir hatten auch eine sehr schöne Zeit und nun können wir es gar nicht erwarten, in 10 Tagen schon zu Hause zu sein.
    Hoffe, dass nach dem eindrucksvollen Outback euch auch die Ostküste noch begeistern wird.

    Drück euch ganz lieb und freu mich schon euch wieder zu sehen.

    Melle

  • Marco sagt:

    Hey my fucking divebuddy,
    Wo soll ich anfangen, … Also der Bericht ist erstmal wunderschön geschrieben. Man merkt das ihr in Australien seid, man wird einfach lockerer und legt diese deutsche Spießigkeit ab. 110% des Berichtes können wir so bestätigen. Es ist einfach cool, alle sind so lässig und freundlich, ich bin fast dran euch zu beneiden.

    Aber auch nur fast! Denn: Ihr kommt im fucking kalten Oktober zurück (Tja liebe Leser, für Leute die sich in Asien und Australien aufhalten ist der deutsche Oktober einfach fucking cold). Ich hoffe ihr werdet nicht von Winterdepressionen überrollt 😉 Wir haben uns für 2-3 Wochen Urlaub und Erholung in Spanien entschlossen und ab dem 5.8. sind wir wieder in Deutschland und genießen den Rest des Sommers. Natürlich warten wir auf euch und peppeln euch auf wenns euch im Winter scheiße geht.

    Mit dem Tauchen ist ja auch so ein Ding. Crazy Crazy hätt der alte Daniel jetzt gesagt, aber der neue sagt: no worries. Aber du hast recht, tauch einfach weiter. (Jetzt beneide ich euch schon wieder).

    Habt eine großartige Zeit in Oz, am liebsten wären wir bei euch!
    Beste Grüße aus Javea, Marco und Melle

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